Mein Geld für´s Klima

Das Experiment

Anstatt in heikle Finanzprodukte, Branchen oder Firmen zu investieren, werden mit deinem Geld ab jetzt gezielt klimafreundliche Unternehmen oder Projekte unterstützt. Diese tragen dazu bei, dass weltweit weniger CO2  ausgestoßen wird.


Was muss ich genau tun?

 

Kontowechsel

  • Informiere dich über Banken und deren Konditionen/Dienstleistungen (bspw. Bargeldversorgung) und entscheide, welche Bank am besten zu deinen persönlichen Bedürfnissen passt.
  • Führe ggf. Gespräche mit deiner aktuellen Bank. Dank dem Zahlungskontengesetz, das seit September 2016 in Kraft getreten ist, müssen alle Banken beim Bankwechsel unterstützen.
  • Mögliche klimafreundliche Banken sind: GLS Bank, Triodos Bank, Umweltbank, Tomorrow Bank, Ethikbank und ProCredit Bank. Hier findest du mehr Infos zu den Kriterien für diese Auswahl und Hintergrundinfos.


Geldanlagenwechsel in grüne Fonds
Viele der oben genannten Banken bieten auch grüne Fonds an, die nach Ausschlusskriterien und sog. Positivkriterien in bestimmte Sektoren investieren. Einen Einstieg in die Thematik liefern die Podcasts von Philipp Achenbach und anderen Finanzexperten. Achtung wir empfehlen ausdrücklich NICHT in ETFs zu investieren, sondern sich beraten zu lassen (z.B. von den ecoanlageberatern, die Fachberater für Nachhaltiges Investment sind) und dann nach passenden grünen Fonds zu suchen.

Im Februar 2021 wird er wieder einen Vortrag zum Thema klimafreundliche Geldanlagen geben, damit Fragen zu diesem doch sehr komplexen Thema gestellt werden können.


Die Dokumentation

Damit wir die CO2-Einsparungen deines Experiments berechnen können, musst du dokumentieren was du genau gemacht hast.

Und das geht so:

  • Du teilst uns den Namen deiner alten Bank, den Namen deiner neuen Bank sowie die „umgezogene“ Geldmenge [in €] mit. Das kannst du anonym über unsere Online-Dokumentationsplattform tun.

Der Hintergrund

Warum führt das Experiment zu weniger CO2-Emissionen und damit zu mehr Klimaschutz?
Viele Menschen lehnen Atomkraft oder den Ausbau der Kohleenergie ab. Was dabei häufig nicht bedacht wird: Das eigene Geld auf der Bank kann gegebenenfalls für die Finanzierung genau solcher Projekte genutzt werden. Viele konventionelle Banken (u.a. Deutsche Bank, Hypo Vereinsbank, Commerz-bank) investieren so beispielsweise in den Bau von Minen und Kraftwerken. Auch werden oft andere Industrien wie Rüstungsfirmen, die Tabakindustrie oder auch Glückspiel damit unterstützt, die man aus Nachhaltigkeitsgründen sicherlich nicht fördern möchte.

Genau hier kannst du ansetzen, denn durch die Wahl deiner Geldanlage kannst du bestimmen, in welche Projekte in der Zukunft investiert werden soll. Und da klimafreundliche Banken in Unternehmen, Technologien und Projekte investieren, deren Ziel es ist, die Emissionen von Treibhausgasen zu reduzieren, lässt sich so der persönliche CO2-Fußabdruck verringern.

Um eine Vorstellung zu bekommen: der Umzug von 1000 € von einer konventionellen in eine klimafreundliche Geldanalage spart ungefähr 200 kg CO2 pro Jahr ein (Verbraucherzentrale 2014) (1). Man kann hier also sehr bequem und ohne eine Verhaltensänderung im Alltag sehr viel CO2 an einer etwas versteckten Stelle einsparen.

Aber Vorsicht: Begriffe wie „klimafreundlich“, „ökologisch“ oder „nachhaltig“ sind im Finanzwesen nicht geschützt. Ebenso gibt es keine einheitlichen Mindeststandards für eine nachhaltige Geldanlage. Mit den oben genannten Banken bist du aber auf der sicheren Seite.
Viel Spaß beim Wechseln!


Infolinks

Quellen

(1) https://uba.co2-rechner.de/de_DE/consumption#panel-calc

Verbraucherzentrale 2014: https://www.verbraucherzentrale.de/sites/default/files/migration_files/media233231A.pdf


Kontakt

Sarah Meyer-Soylu

sarah.meyer@kit.edu  |  +49 721 608-23993

 

Eva Wendeberg

eva.wendeberg@kit.edu  |  +49 721 608-24841

 

Susanne Veith

susanne.veith@kit.edu  |  +49 721 608-26348

Newsletter

Anmeldung

* erforderlich