Besser Bio!

Die Idee

Bio ist beim Einkaufen immer häufi ger in den Regalen zu fi nden. Der Umsatz an Bio-Le-bensmitteln stieg 2018 auf eine Rekordsumme an und erreichte im Verkauf eine Summe von rund 10,9 Mrd. Euro; fast eine Verdopplung in den letzten 10 Jahren. Diesen Trend wollen wir fortsetzen und das heißt: ab jetzt wird Bio gekauft! Es gibt ganze Bio-Supermärkte und Bio-Regale in konventionellen Märkten, die das ziemlich leicht ermöglichen. Je nach Bio-Label unterscheiden sich die Produktionsrichtlinien. So oder so wird aber bei der Produktion von Bioprodukten CO2 eingespart. Das hängt unter anderem mit dem verringerten Einsatz von Mineraldünger, einer größeren Humusauflage auf den Böden und dem geringeren Anteil an Sojafuttermitteln aus Regenwaldgebieten zusammen. Bio-Siegel auf den Produkten helfen, sich zu orientieren. Aber es gibt Unterschiede, denn die Siegel haben verschieden strenge Vorgaben, z.B. was den Einsatz von Düngemitteln oder die Stallgrößen in der Tierhaltung angeht. Wer sich genauer informieren möchte, findet einen Vergleich hier bei Utopia oder hier mit den genauen Kriterien für jedes Siegel aufgelistet.

Bioprodukte sind oft teurer als konventionell produzierte Lebensmittel. Die Kombination mit dem Fokus auf regionale und saisonale Produkte (Selbstexperiment „Frisch aus der Region“) kann hier helfen. Denn Produkte die aus der Region kommen und Saison haben müssen nicht weit transportiert werden und sind oft günstiger. Auch eine gute Essensplanung und damit die Vermeidung von Lebensmittelresten und Verschwendung können deutlich Kosten einsparen. Nicht zuletzt gilt es auch, die Wertschätzung für qualitativ hochwertiges Essen zu erhöhen und dafür auch einen etwas höheren Preis in Kauf zu nehmen.


Wie lange soll das Experiment dauern?

Du kannst deine Experimentzeit zwischen 1 – 10 Monaten frei wählen.


Für wen ist das Experiment gedacht?

Für alle, die sich bewusst mit ihrer Ernährung, den Herstellungsbedingungen der Produkte und der eigenen Gesundheit auseinandersetzen wollen.


Welche Wirkung soll das Experiment haben?

Das Bewusstsein für die Produktion von Lebensmitteln soll erhöht werden. Welche Düngemittel, Pestizide und weitere Rohstoffe werden wo eingesetzt und wieso?


Welche Voraussetzungen sind erforderlich?

Falls du noch nicht Kunde bei einem Biomarkt bist, schau doch mal nach, wo ein passender Markt für dich zu finden ist. Es gibt hier auch viel mehr Auswahl als beim Discounter. Aber auch alle anderen Supermärkte bieten mittlerweile eine Vielzahl von Bioprodukten an und erweitern ihr Sortiment dahingehend. Wenn du tiefer eintauchen möchtest, lies dir doch mal Informationen über die verschiedenen Biosiegel durch. Es gibt das staatliche Bio-Siegel (sechseckiges Zeichen mit dem Schriftzug „Bio“), welches für die Kriterien der EG-Öko-Verordnung steht und Mindestkriterien definiert. Einige deutsche Bioverbände wie demeter, Bioland und Naturland gehen aber mit ihren Standards deutlich darüber hinaus.


Wie läuft die Dokumentation ab?

Vor dem Experiment: Vor Beginn des Experiments dokumentierst du eine Woche lang dein Einkaufsverhalten und schätzt ab, wie hoch der derzeitige Anteil (in %) an Bioprodukten ist, die du pro Woche einkaufst. Lass dich dabei nicht von der Idee des Experiments beeinflussen, sondern kaufe so ein, wie du es normalerweise tust.

 

Während des Experiments: Du kommunizierst wöchentlich an uns, wie groß der (geschätzte) Anteil der Bioprodukte an deinem Einkauf in Prozent ist. Weitere Infos bekommst du per E-Mail.


Kontakt

Sarah Meyer-Soylu

sarah.meyer@kit.edu  |  +49 721 608-23993

 

Eva Wendeberg

eva.wendeberg@kit.edu  |  +49 721 608-24841

 

Susanne Veith

susanne.veith@kit.edu  |  +49 721 608-26348

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