Tschüss Auto!

Das Experiment

Gelegenheit macht Diebe! Oder eben AutofahrerInnen. Wenn ein Auto vor der Tür steht wird es auch eher benutzt. Du umgehst ab jetzt diese „Versuchung“ und schaffst dein eigenes Auto ab.


Was muss ich genau tun?

  • Du verkaufst dein Auto!
  • Nutze diese Inspiration, wenn dich der Gedanke schon länger umtreibt, dich die Parkplatzsuche schon lange nervt oder du einfach ganz spontan bist.
  • Überlege dir, welche Wege du bislang mit dem Auto zurückgelegt hast und versuche so viele davon wie möglich durch ÖPNV, Fahrrad, Zufußgehen und Mitfahrgelegenheiten zu ersetzen. Für Anlässe, für die du unbedingt ein Auto nutzen möchtest oder musst, leih dir eines bei Freunden oder nutze Car-Sharing. Wenn Du mehr Transportvolumen brauchst, kann auch ein Lastenfahrrad eine Alternative sein (ausleihbar über Lastenkarle).

Die Dokumentation

Damit wir die CO2-Einsparungen deines Experiments berechnen können, musst du dokumentieren, was du genau gemacht hast. Und das geht so:

  • Teile uns über unsere Online-Dokumentationsplattform  mit, welches Auto (Fahrzeugklasse) du verkauft hast, wie viele Jahre du es genutzt hast und wie viele Kilometer du bislang durchschnittlich pro Jahr damit gefahren bist.
  • Kleiner Tipp: oft gibt man die jährliche Fahrleistung bei der Steuer oder Versicherung an. Wenn du deine nicht kennst, schau auf dem Tacho nach und überlege, seit wann du das Auto fährst und zu welchem Kilometerstand du das Auto übernommen hast.

Der Hintergrund

Warum führt das Experiment zu weniger CO2-Emissionen und damit zu mehr Klimaschutz?
In Deutschland werden rund 19% des ausgestoßenen CO2 durch den Verkehrssektor verursacht (1). Rund 46 Millionen PKW sind auf unseren Straßen unterwegs, die pro Kilometer durchschnittlich 147 g CO2(bei einem Besetzungsgrad von 1,5 Personen) emittieren. Zum Vergleich: eine Fahrt mit der Straßenbahn kommt auf 58 g CO2, ein Linienbus auf 80 g. Das Flugzeug ist mit 230 g pro Personenkilometer das klimaschädlichste Verkehrsmittel (1).

Autos in Deutschland sind aber weniger Fahrzeuge als „Stehzeuge“. Im Schnitt wird ein Auto pro Tag rund eine Stunde lang genutzt und parkt 23 h am Tag (2). Daraus ergibt sich natürlich ein erhebliches Potenzial für die gemeinsame Nutzung eines Autos z.B. über Car-Sharing-Anbieter. Als Richtwert gilt: wer weniger als 10 000 km pro Jahr Auto fährt, für den lohnt sich aus ökonomischer Sicht Car-Sharing, denn die hohen monatlichen Kosten (Fix-, Werkstatt- und Betrieb plus Abschreibung für den Wertverlust) sind hoch (3). Der ADAC hat für einen PKW der Golfklasse hierfür monatliche Kosten von 400-500 € berechnet.
Fazit: Das eigene Auto wird häufig aus einer Routine heraus genutzt, ohne über Alternativen nachzudenken. Obwohl diese im Vergleich oft günstiger, schneller und insbesondere besser fürs Klima sind. Weniger Autos bedeuten nicht zuletzt eine bessere Lebens- und Luftqualität, weniger Unfalltote und geringere Kosten für uns alle. Deshalb:

Hinterfrage, ob du dein Auto wirklich brauchst oder es nicht sogar ohne besser wäre.

 

Infolinks

  • Mehr Hintergrundinfos und Tipps gibt es in den Büchern: „Besser leben ohne Auto“ (ausleihbar bei uns) und „Ohne Auto leben: Handbuch für den Verkehrsalltag“
  • Carsharinganbieter vor Ort: Stadtmobil, Getaround, Flinkster
  • Fahrradverleih: Nextbike, Lastenkarle, Swapfiets

Quellen
(1) www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/mobilitaet/bus-bahn-fahren#hintergrund
(2) www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/mobilitaet/bus-bahn-fahren#gewusst-wie

(3) www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/mobilitaet/car-sharing-nutzen#gewusst-wie


Kontakt

Sarah Meyer-Soylu

sarah.meyer@kit.edu  |  +49 721 608-23993

 

Eva Wendeberg

eva.wendeberg@kit.edu  |  +49 721 608-24841

 

Susanne Veith

susanne.veith@kit.edu  |  +49 721 608-26348

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