kluger konsum

Die Idee

Wir leben in einer facettenreichen Konsumgesellschaft, die uns Geschichten davon er-zählt, was wir brauchen und wollen. Diese zu hinterfragen, darum geht es in diesem Experiment. Dabei ist Konsum ein weiter Begriff , denn konsumieren kann man schließlich viel. Wir wollen uns hier auf zwei Bereiche konzentrieren. Erstens den Alltagskonsum. Hierunter fällt alles, was du regelmäßig kaufst, außer Lebensmittel, z.B. Toilettenpapier, Seife oder Kerzen. Zweitens den Konsum von Gegenständen. Also Dinge, die du entweder brauchst oder haben willst, wie Kleidungsstücke, Elektronikgeräte oder Dekoartikel.Was den Alltagskonsum betrifft, heißt es ab jetzt: kaufe klimafreundlichere Alternativen. Beispiele sind Recycling-Toilettenpapier und -Taschentücher oder ökologisches Waschmittel.

 

Der Kauf von Dingen fi ndet in der Regel unregelmäßiger statt. Entweder brauchen wir wirklich etwas, weil das Alte kaputtgegangen ist oder wir wollen etwas haben, weil es uns gefällt. Und natürlich gibt es Dinge, die wir noch nicht besitzen, aber brauchen. Hier gilt nun die Konsumpyramide: nutzen, was du hast; leihen; tauschen; gebraucht kaufen; selber machen; kaufen (öko & fair).

 

All das sind tolle und dazu meist günstigere Optionen. Auch das häufig in Vergessenheit geratene Reparieren kann für viele Dinge in Betracht gezogen werden. Und Geschenke zum Geburtstag oder zu Weihnachten dürfen gerne kreativ überlegt und angefertigt sein und sollten nicht pauschal im Kauf von neuen Dingen enden. Was immer gilt: Frag dich vor dem Kauf von Dingen: Brauche ich das wirklich? Wie lange wird es mir gefallen? Wie lange werde ich es benutzen? Oder auch: Wieso will ich es überhaupt haben?


Wie lange soll das Experiment dauern?

Du kannst deine Experimentzeit zwischen 1 – 10 Monaten frei wählen.


Für wen ist das Experiment gedacht?

Für alle, die sich mit ihrem Konsumverhalten und dem Ursprung des Wunsches nach neuen Dingen auseinandersetzen wollen.


Welche Wirkung soll das Experiment haben?

Du reflektierst dein Konsumverhalten und lernst, welche Auswirkungen es hat. Du kennst am Ende Alternativen zum Konsum neuer Dinge.


Welche Voraussetzungen sind erforderlich?

Informationen zu nachhaltigen Alternativen. Schau dich um nach klimafreundlicheren Produkten für deine Alltagsartikel. Hier hilft neben dem Produkt selbst zum Beispiel auch ein verpackungs- und oder plastikfreier Einkauf. Karlsruhe bietet hierfür mittlerweile zwei Unverpackt Läden; einmal am Bahnhof und einmal in der Weststadt.

Für den Konsum von Kleidung, Elektronikgeräten und Co. schau dich um nach Kleidertauschparties Flohmärkten oder Secondhandplattformen. Sprich im Freundes- und Familienkreis über das Thema. Manchmal hat jemand genau das, was du gerade brauchst.Wenn Kleidung kaputt geht, denke über eine Reparatur nach, probiere es erst einmal selbst aus oder bring das Kleidungsstück zu einer Schneiderin. Bei den monatlich in der Oststadt stattfindenden Reparaturcafés werden auch Elektroartikel oder Fahrräder wieder gemeinsam in Stand gesetzt. Probier mal aus, wieviel Spaß es machen kann, wenn man selbst etwas repariert!


Wie läuft die Dokumentation ab?

Vor dem Experiment: Vor Beginn des Experiments schätzt du ein, wie viele Gegenstände du pro Jahr durchschnittlich neu kaufst. Teile uns diese Zahl mit. Im Bereich Kleidung kann dir der deutsche Durchschnittswert (40-70 Kleidungsstücke pro Jahr) Orientierung geben.

 

Während des Experiments: Teile uns mit, wie viele Gegenstände du „anders“ konsumierst hast, zum Beispiel Second-Hand, Tauschen, Ausleihen, Upcycling oder Reparieren. Teile uns dein Ergebnis mit. Wenn du dich in diesem Experiment für den Bereich Kleidung entscheidest, teile uns die Anzahl der konsumierten Kleidungsstücke in den Kategorien Hosen, Oberteile und Jacken/Pullis mit.

Weitere Infos bekommst du per E-Mail.


Kontakt

Sarah Meyer-Soylu

sarah.meyer@kit.edu  |  +49 721 608-23993

 

Eva Wendeberg

eva.wendeberg@kit.edu  |  +49 721 608-24841

 

Susanne Veith

susanne.veith@kit.edu  |  +49 721 608-26348

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